Georgien - Ein Land zwischen Kontinenten, Zeiten und Konflikten

Der neue Stern am Reisehimmel heißt Georgien. Das Kaukasusland, das zwischen Armenien, Aserbaidschan, der Türkei, Russland und dem Schwarzen Meer liegt, etabliert sich gerade zum neuen In-Reiseland für Individualtouristen, aber auch für Pauschaltouristen, die das besondere suchen.

Doch wo ist Georgien und was gibt es da eigentlich zu sehen und zu erleben?

 

Georgien liegt am Schwarzen Meer und südlich des Großen Kaukasus an der Grenze zwischen Europa und Asien. Als ehemaliger UdSSR-Staat hat er eine Grenze zu Russland im Norden und grenzt im Süden an die Türkei, Armenien und Aserbaidschan.

Die Landesteile Abchasien und Südossetien im Nordwesten Georgiens sind abtrünnig, stehen aber unter Kontrolle der georgischen Regierung. In diesen Teilen ist das Reisen nicht empfehlenswert, da die georgische Regierung Reiseverkehr und wirtschaftliche Aktivitäten von Handel bis Grundkauf verboten und unter Strafe gestellt hat. In den Gebieten und an der russischen Grenze sind russische Truppen stationiert. Trotz relativer Stabilität kann es immer wieder zu Auseinandersetzungen in der Region kommen.

 

Mit rund 3,7Mio Einwohnern auf einer Fläche von ca. 57.000 km² ist das Land recht dünn besiedelt. Die meisten Menschen leben in der Hauptstadtregion um Tiflis.

Aber die Hauptstadt ist nicht das einzig Sehenswerte in Georgien. Durch die Abgrenzung, den der große Kaukasus nach Norden bildet, ist Georgien vor dem trockenen Klima der russischen Steppe und den kalten Wintereinbrüchen aus dem mittelasiatischen Raum weitestgehend geschützt.

Ebenso schützt der kleine Kaukasus im Süden vor den heißen Wüsteneinflüssen aus dem Irak und dem Iran und so hat Georgien ein mediterranes Klima, das auch von der Abmilderung der klimatischen Einflüsse durch Schwarzes und Kaspisches Meer profitiert.

 

Dadurch ergeben sich landschaftliche Begebenheiten, die nicht nur für Touristen interessant sind. In den alpinen und subalpinen Bergen des Kaukasus finden sich noch Auerochsen, Bergfasane, Gänse- und Lämmergeier. Unter der Baumgrenze gibt es eine Vielzahl an Säugetieren wie Hirsche, Rehe, Wildscheine, Wölfe, Eichhörnchen und Maulwürfe. Ein besonderes Augenmerk sollte man beim Reisen und Wandern auf Schlangen haben. In der Schirak-Wüste lebt die Kaukasische Viper, deren Biss zwar nicht zwingend tödlich ist, dem man sich aber auch nicht leichtsinnig entgegen stellen sollte.

 

Schon in der UdSSR war Georgien ein beliebtes Urlaubsziel. Nach deren Auseinanderbrechen und den anschließenden Bürgerkriegen, dem Konflikt in Tschetschenien und dem Krieg mit Putin, fiel der Tourismus in Georgien in eine tiefe Krise. Inzwischen geht es seit gut 10 Jahren wieder bergauf mit dem Tourismus und das nicht nur wegen der einigermaßen politischen Stabilität im Land.

 

Georgien hat einiges zu bieten. Sowohl Sommerurlaub am Strand, als auch Winterurlaub in Skigebieten sind in Georgien möglich.

Die Schwarzmeerküste vor allem mit der Hafenstadt Batumi hat seit einigen Jahren eine Promenade mit mehreren Hotelneubauten. Zwar gibt es hier keine Sandstrände wie im russisch besetzten abtrünnigen Abchasien, doch auch die Kieselstrände lassen wenig Wünsche offen.

Der kleine Kaukasus lädt zum Wandern und Seele baumeln lassen ein und beeindruckt mit schöner Natur.

Wer lieber den Aktivurlaub anstrebt, kann sich in den großen Kaukasus zum Bergsteigen, Kajakfahren, Rafting und Skifahren begeben und wird bestimmt auf seine Kosten kommen. Man sollte sich jedoch im Klaren darüber sein, dass die Gipfel hier noch höher als der Mont Blanc sind. Vor allem hat sich Heli-Skiing etabliert, aber auch viele Skilifte sind renoviert und erneuert worden.

Zwar ist Georgien für Tourenradler nicht besonders schön zu fahren, doch Mountainbiker können rasante Touren in den Bergen genießen.

Auch für Genießer ist Georgien ein Traum. Die Weinanbaugebiete Georgiens bieten Raum für Touren durch Weinberge mit Verkostungen und Degustationen in den Weingütern, Kurorte und Bäder wie Borjomi kann man gut zu Wellness und Entspannungsurlaub nutzen.

Der Städtetrip in die Hauptstadt Tiflis steht auch anderen Hauptstädten in nichts nach. Reichlich Kultur mit Kirchen und Museen, Sehenswertes mit Theatern, Ausgehmeilen mit Cafés und Bars und Shopping von Teppichhändlern über Handwerkskunst bis Wein lassen den Städtetrip zum Erlebnis werden und gerade durch die Lage an den Bergen lässt sich Tiflis auch wunderbar mal mit der Seilbahn von oben betrachten.

 

Also ist Georgien alles in allem ein wunderbares Urlaubsland, etwas abgelegen und noch nicht zu überlaufen. Das liegt wohl vor allem auch an der Gastfreundlichkeit der Georgier, die ihnen die Tradition ins Blut gelegt hat. Den schon immer galt es: Wenn jemand um Unterkunft fragt, mach die Türen auf und bereite das Essen zu.

Auf Wiedersehen in Georgien!

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